Dein Baby schläft nicht alleine ein?

Mit dieser Methode hat mein Kind gelernt, alleine einzuschlafen

Einschlafprobleme Tag ein, Tag aus

Hallo, ich bin’s Hannah. Heute möchte ich über ein für uns Eltern sehr wichtiges und vielleicht auch heikles Thema schreiben – alleine einschlafen lernen. Wieso heikel? Weil hier sogar die Expertenmeinungen auseinander gehen.

baby alleine einschlafen lernenJeden Mittag und Abend spielte sich bei uns folgendes Szenario ab: Meine Tochter Sophie (damals 14 Monate alt) wurde müde, hat sich die Augen gerieben und gegähnt – Schlafenszeit war angesagt. Ich habe Sophie bettfertig gemacht und mich mit ihr zusammen ins Bett gelegt. Leider war das Geschrei oft riesen groß und es flossen viele Tränchen. Mal wälzte sich Sophie hin und her, Mal wurde sie im Bett plötzlich wieder fitter und fitter und dann gab es auch Tage, an denen sie ziemlich zügig einschlief. Sobald sie schlief, legte ich sie vorsichtig in ihr eigenes Bettchen. Geschafft!

Das beschriebene Szenario war für mich schon ein riesen Fortschritt, denn im 1. Lebensjahr bin ich mit Sophie auf dem Arm die Wohnung auf und ab gelaufen, bis sie einschlief. Meine Tochter kann nicht ohne mich einschlafen – na und?

 

Mein Baby kann nicht alleine einschlafen – Folgen

Doch als ich beim Einschlafen so neben meiner Tochter lag, machte ich mir immer mehr Sorgen. Ich hatte das Gefühl, dass Sophie das Einschlafen etwas Schlechtes sieht. Als hätte sie Angst vor dem Schlafengehen und würde deshalb immer wieder in Panik verfallen, weinen und sich unruhig hin und her wälzen. Diese negative Verbindung wirkte sich auch auf den Schlaf aus – unruhig und kurz.

 

kind alleine einschlafen lernen

 

Und dann kam noch ein weiterer Punkt hinzu. Da ich meine Tochter immer in ihr eigenes Bettchen legte, sobald sie schlief und sie dann beim Aufwachen eine andere Umgebung vor sich fand – hatte sie Angst. Ich bekomme auch Gänsehaut, wenn ich daran denke, ich würde wo anders aufwachen, als ich einschlafe.

Es musste sich definitiv etwas ändern. Ja, ich wollte, dass meine Tochter auch ohne mich einschläft – ruhig, entspannt und angstfrei. Meine Aufgabe war es, meiner Tochter zu zeigen, dass Schlafen etwas Schönes ist. Schlafen ist keine Strafe. Das ist die Basis dafür, dass Kinder gut einschlafen und gerne ins Bett gehen.

Eins war für mich aber klar. Ja, mein Kind schläft nicht alleine ein. Aber, es sollte es lernen. Jedoch auf eine sanfte Art und Weise. Ich war nicht bereit Sophie weinend alleine im Zimmer zurück zu lassen. Ich möchte meiner Tochter Sicherheit vermitteln. Ich bin da, wenn sie mich braucht. Meine Tochter kann sich auf mich verlassen. Sie sollte lernen sanft alleine einzuschlafen. Denn Schlaf ist für Babys und Kleinkinder besonders wichtig – und ein ruhiger Schlaf beginnt mit entspanntem Einschlafen.

 

Schlaf Kindlein Schlaf – aber wie?

Es ging wieder los. Tagelang recherchierte ich wie verrückt im Internet, holte mir Rat vom Kinderarzt, las viele verschiedene Berichte, Tipps und Tricks, Baby Schlafratgeber sowie den Schlafratgeber „Endlich Schlaf für Ihr Baby“, probierte vieles aus. Manches half mehr – vieles weniger. Nun ja, probieren geht über Studieren, dachte ich mir. Nur nicht so schnell aufgeben.

Ich habe wirklich vieles ausprobiert und möchte euch im Folgenden beschreiben, mit welcher Methode ich es geschafft habe, meiner Tochter beizubringen alleine einzuschlafen.

Ich möchte aber betonen, dass ich keine ausgebildete Schlafforscherin oder Pädagogin bin. Ich kenne auch nicht alle diversen Studien über das (Ein-)Schlafen von Babys und Kleinkindern auswendig. Ich habe zwar viele Studien und diverse Expertenmeinungen gelesen und war ziemlich verblüfft und ehrlich gesagt auch schockiert darüber, wie sehr die Meinungen von Experten auseinander gehen.

Ich schreibe hier offen und ehrlich über meine eigenen Erfahrungen und bin froh, wenn auch dir diese helfen würden. Das Thema „Schlaf“ ist sehr heikel und wie gesagt herrschen sogar unter den Experten sehr unterschiedliche Meinungen darüber.

Deshalb habe ich mir selber die Mühe gemacht, vieles zu lesen und zu recherchieren und aus allen Methoden und Tipps, die für mich Besten herauszufiltern und auszuprobieren. Dabei habe ich auf sanfte Methoden gesetzt.

Dein Baby kann nicht alleine einschlafen? Im Folgenden erfährst du, Schritt für Schritt, wie meine Tochter gelernt hat alleine einzuschlafen.

Falls du noch tiefer in das Thema einsteigen möchtest, habe ich dir in einem weiteren Artikel 6 essentielle Einschlaftipps zusammengefasst, damit auch dein Goldschatz sanft einschläft.

 

 

Schritt für Schritt alleine einschlafen lernen

Nun, meine Tochter war es natürlich gewohnt, dass ich mich mit ihr zum Schlafen hingelegte. Wenn sich eine Gewohnheit erstmal fest etabliert hat – und wir Menschen als auch Kinder sind alle Gewohnheitstiere – ist diese nur schwer wieder umzustellen. Das braucht Zeit! Und das muss uns als Mamas oder Eltern klar sein. Wir können nicht von heut auf morgen etwas umstellen und erwarten, dass es klappen muss – auch nicht innerhalb weniger Tage. Ich wollte meinem Baby auf eine sanfte Weise das Einschlafen beibringen und dazu gehört nun Mal Geduld und Zeit – das lohnt sich aber umso mehr.

Als ich am ersten Tag meine Tochter in ihr eigenes Bettchen gelegt habe, wurde sie quengeln. Ich habe schon erwartet, dass sie weint – doch ganz so schlimm war es gar nicht. Mit dem Gute-Nacht-Kuss beendete ich unser Abendritual und setzte mich auf einen Stuhl neben ihrem Bettchen und legte meine Hand auf sie. Denn schließlich war Sophie gewohnt mich beim Einschlafen nah bei sich zu haben.

Vielleicht denkst du jetzt, dass es für das Kind schlimm sein muss, die Mama auf einmal nicht mehr neben sich liegen zu haben oder nicht mehr „kuscheln“ zu können. Das Kuscheln und Nähe gehört für mich als Mama definitiv dazu und ist auch gar nicht wegzudenken. Ich liebe es selber mit meiner Tochter zu kuscheln und mein Herz schmilzt, wenn sie ihre kleinen Arme um meinen Hals legt. Die Nähe bekommt meine Tochter auch weiterhin – nur eben tagsüber, wenn sie wach ist. Dann kuscheln wir, wenn ich ihr etwas vorlese oder ich nehme sie in den Arm, wenn sie oder ich es möchten. Deshalb auch zunächst weiter der Körperkontakt beim Einschlafen. Sophie nahm auch oft meine Hand, wenn sie einschlief. Ich habe ihr vermittelt: Ich bin da. Du bist hier sicher. Du kannst mir Vertrauen. Du kannst hier, in deinem Bettchen, sicher und ruhig einschlafen. Und wenn etwas sein sollte, bin ich hier. Es ist alles gut. Du kannst beruhigt einschlafen und ruhig schlafen. Hier, in deinem eigenen Bettchen, bist du sicher!

Die ersten Tage sind natürlich die schwersten. Doch du musst eine gerade Linie fahren. Ich habe mir immer mein Ziel vor Augen geführt: Sophie sollte von nun an ohne mich einschlafen – ohne Angst und in Sicherheit. Weinen und schreien ist anfangs normal, denn schließlich ist durch das vorherige Einschlafritual eine feste Gewohnheit entstanden und die Veränderung passt dem Baby nicht. Es braucht Zeit, um eine neue Gewohnheit zu schaffen. Und diese Zeit gebe ich meinem Zwerg natürlich.

Nach einigen Tagen mit meiner Hand auf meiner Tochter, habe ich als nächstes angefangen nur noch nah mit meinem Stuhl an ihrem Bettchen zu sitzen – ohne direkten Körperkontakt. Das hat zu meiner Verwunderung gut geklappt.

Am 8. Tag bin ich mit meinem Stuhl etwas weiter vom Bettchen weg gerutscht. Meine Tochter konnte mich aber noch sehen. Als sie anfing etwas zu weinen, bin ich aufgestanden, habe sie gestreichelt, bis sie aufgehört hat. Sagte noch einmal gute Nacht und setzte mich wieder auf meinen Stuhl. Das wiederholte ich ein paar Mal an diesem Abend. Letztendlich schlief meine Tochter ein. Das hat sich toll angefühlt. Schritt für Schritt wurde es immer besser – ja natürlich, mit ein paar Rückschlägen. Das ist aber ganz normal und gehört dazu.

Tag für Tag rutschte ich immer ein Stückchen weiter weg vom Kinderbett. Wenn meine Tochter unruhig wurde, anfing zu weinen oder an das Gitter ihres Bettes stand, legte ich sie sanft wieder hin, streichelte sie und zeigte ihr, dass ich da bin und sie keine Angst haben braucht. Wenn sie mich braucht, dann höre und sehe ich das und bin für sie da. Sie ist in Sicherheit.

Nach ungefähr 2 Wochen saß ich mit meinem Stuhl weit weg vom Bettchen bis ich schließlich direkt das Zimmer verlassen konnte. Das ist wirklich ein unbeschreibliches Gefühl. Ich habe immer gedacht, meine Tochter kann halt nicht ohne mich einschlafen. Aber falsch gedacht – meine Tochter kann es wohl. Und ehrlich gesagt, war ich auch etwas stolz auf mich. Schließlich habe ich als Mama meiner Tochter Schritt für Schritt beigebracht alleine einzuschlafen. Es hat mir viel Durchhaltevermögen gekostet. 2 Wochen hören sich auf einer Seite kurz an, können aber sehr lang sein. Immer wieder habe ich gedacht, ach egal, ich lege mich einfach wieder mit ihr ins Bett. Doch ich blieb letztendlich stark und half meiner Tochter dabei noch stärker zu werden. Das ruhige und entspannte alleinige Einschlafen meiner Tochter spiegelt sich auch auf ihren Schlaf wider. Sie schläft ruhiger und entspannter. Schlafen ist für Sophie jetzt etwas Schönes. Sie hat keine Angst mehr alleine in ihrem eigenen Bettchen einzuschlafen. Denn jetzt fühlt sie sich in ihrem Bett sicher.

Das war für uns beide – Mama und Kind – eine absolute Win-Win-Situation.

 

baby alleine schlafen

 

Einschlafhilfen – sanfter und entspannter einschlafen

Einschlafhilfen, die entspannende Einschlafmusik abspielen oder die Geräusche zur Zeit in Mamas Bauch nachahmen beruhigen viele Babys und wiegen sie sanft in den Schlaf. Auch ein gedimmtes Schlaflicht kann helfen. Probiere einfach auch, was deinem Baby gut tut. Denn es soll so sanft wie möglich in den Schlaf kommen.

Mein Favorit für Babys ab der Geburt ist die Eule (gibt es auch als Bär), die du unten siehst. Wieso für Babys ab der Geburt? Weil man die Eule ganz einfach am Kinderbett festmachen und sich das Baby diese dann nicht zu sich ziehen kann – höherer Sicherheitsschutz. Du kannst 4 beruhigende Töne einstellen: Herzschlag, Regentropfen, weißes Rauschen und ein Wiegenlied (Brahms). Die ersten 3 Geräusche ähneln sehr den Geräuschen, die dein Baby im Bauch gehört hat und wirken sich demnach noch beruhigender aus.

Außerdem hast du in der Eule auch ein Nachtlicht mit 3 Helligkeitsstufen. Im Vergleich zu den bekannten “myHummys” ist die Variante der Eule sogar kostengünstiger.

Falls du auch schon öfter von der Einschlafhilfe “myHummy” gehört hast und wissen möchtest, was das genau ist und ob das deinem Baby beim Einschlafen und besser Schlafen helfen kann, dann sieh dir einfach meinen Artikel “myHummy Erfahrung” an – hier zeige ich die Vor- und Nachteile vom myHummy auf.

 

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Auch ein Mobile kann dein Baby ablenken und beruhigen. Hier gibt es welche mit Musik und die sich bewegen und welche ohne. Finde heraus, ob dein Baby besser einschläft, wenn sich das Mobile dreht oder einfach nur “still” steht. Meine Tochter hatte genau dieses Mobile und ich habe gemerkt, dass ihr in den ersten Monaten die Musik und das Drehen total gut getan haben und sie sich so schnell entspannen konnte. Als sie jedoch mit den Monaten selbst aktiver wurde, habe ich das Mobile beim Einschlafen nicht eingeschalten, weil sie dann die Bewegung der Tiere aufweckte und wacher machte.

Eigentlich wollte ich meine Erfahrungen kurz und knapp halten – da ich aber selber als Mama viele unruhige Nächte hatte, bin ich emotional sehr tief in diesem Thema drin. Ich weiß genau wie man mitleidet, wenn das Kind total müde ist, sich aber mit dem Einschlafen sehr schwer tut – deshalb bin ich an der einen oder anderen Stelle doch etwas mehr ins Detail gegangen.

Ich würde mich sehr darüber freuen, wenn der ein oder andere Tipp auch dir helfen würde. Mich persönlich hat das Buch „Endlich Schlaf für Ihr Baby“ von Susanne W. weiter gebracht. Hier habe ich zum Thema Ein- und Durchschlafen viel gelernt. Vor allem war ich begeistert von den so einfachen Tricks, von denen ich bislang noch gar nichts gehört oder gelesen habe – die aber so einfach sind und nahe liegen. Falls es dich interessiert, habe ich meine „Endlich Schlaf für Ihr Baby“ Erfahrungen in einem weiteren Artikel näher erläutert. Außerdem habe ich weiteres sinnvolles Schlafzubehör für dich zusammengestellt, da deinem Baby beim Ein- und Durchschlafen helfen kann.

Deine Hannah

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